Golden Retriever Senior „Anjo“ | Legendenfotoshooting

Golden Retriever Senior „Anjo“ | Legendenfotoshooting

Man nehme, einen wunderschönen Golden Retriever, addiere 14 Jahre und ganz viel Charme und kombiniere das mit einem rustikalen Holzsteg am Wasser. Und fertig ist Anjos Legendenfotoshooting. Noch recht frisch im Programm erfreut sich mein neues Shootingpaket größter Beliebtheit.

Das Glück einen Hund vom Welpen- bis ins hohe Seniorenalter begleiten zu können, ist nicht vielen Hundehaltern vergönnt. Es ist einfach etwas ganz Besonderes und die Verbindung zwischen Hund und Halter wird im Laufe der Jahre immer inniger. Man kennt sich in- und auswendig, man versteht sich und vertraut einander. So war es auch mit Anjo und seinem Frauchen Franzi.

Die Shootingplanung

 

Franzis Wunschvorstellungen für Anjos Shooting waren vielseitig, wie sie mir bei der Shootingplanung verriet:

1. Die Locationsuche

Typisch Golden Retriever liebt Anjo das Wasser. Im Leipziger Umland finden sich zahlreiche Seen, nicht umsonst heißt diese Region das „Leipziger Neuseenland„. Nun galt es sich bei den vielen Möglichkeiten, für eine zu entscheiden. Franzi grenzte das Feld mit den Worten „Am besten gefallen mir die Bilder am Wasser auf dem Holzsteg.“ weiter ein. Da es sich um ein Legendenfotoshooting handelt und der liebe Anjo bereits 14 Jahre alt ist, stand für mich fest, dass wir eine Location brauchen, die nicht allzu weitläufig ist. Am Besten wäre ein See, an den man mit dem Auto sehr nah heranfahren kann. Und damit blieb nur noch ein See übrig, der alle Anforderungen erfüllte. Leider war dieser für Franzi nicht zu erreichen, da sie kein Auto besaß. Und so beschloss ich kurzerhand die beiden zuhause abzuholen und wir fuhren gemeinsam zum See. Für Anjo war schon die Autofahrt ein Highlight, denn im Kofferraum roch es natürlich nach meiner Schäferhündin und dieser Geruch gefiel dem alten Herren anscheinend ziemlich gut :D. Und wir Frauen, wir schnatterten von der ersten Sekunde an, als würden wir uns schon 30 Jahre kennen. Es war eine tolle Fahrt und damit auch für mich mal eine ganz neue Erfahrung.

2. Wandgestaltung

Auch hier war sich Franzi recht schnell sicher. „Ich möchte ein sehr großes Bild von meinem Liebling für das Wohnzimmer haben. Es ist im Landhausstil weiß eingerichtet. Somit würden pastellige und sandfarbende Töne sehr gut passen.“ Lustigerweise wünschen sich viele meiner Kunden am Anfang ein großes Wandbild. Leider scheitern sie dann kläglich bei der Bildauswahl, weil es selten DAS EINE Bild gibt, was sie mehr lieben, als die anderen. Meist haben sie 3-4 absolute Lieblingsbilder und ich bastle daraus dann eine Wandgalerie… ob es hier genauso war, erfahrt ihr ganz zum Schluss.

2. Terminfindung

Ein Termin im Mai war schnell gefunden, immerhin wollte ich diesen Monat ja eigentlich noch am anderen Ende der Welt in Neuseeland verbringen. Dank der Corona-Pandemie und den Rückholflügen der Bundesregierung (die nebenbei bemerkt ein richtiges Schnäppchen waren… nicht), waren wir nun aber bereits im April von unserer Weltreise zurück und ich konnte die Zeit nach unserer Quarantäne für Shootings von der Warteliste nutzen. Wenn da nur nicht das Wetter gewesen wäre. Denn das sah alles andere als rosig aus. Wir mussten unser Shooting wegen des anhaltenden Regens verschieben und auch am Shootingtag sah es ziemlich trüb aus. Es war also Daumen drücken angesagt.

Der Shootingtag

 

 

Nach unserer illustren Autofahrt kamen wir am Parkplatz des Sees an und wie sollte es auch anders sein, uns erwarteten graue Wolken und Nieselpieselregen. Wieviel Pech kann man haben? Aber wo wir doch schon einmal da waren, beschlossen wir es einfach zu versuchen und Bilder zu machen, solange es geht. Wir starteten direkt am Weg vom Parkplatz zum See, der mit herrlichen gelben Blumen gesäumt ist. Sofort verzauberte Anjo mich mit seinem herrlichen „Häää?“-Blick. Er war super neugierig und schaute direkt zu mir in die Kamera. Was für ein Profi.

Am See angekommen, gingen wir direkt zum Bootssteg. Wer weiß, wieviel Zeit uns noch bleiben würde. Es war gar nicht so einfach Anjo davon zu überzeugen nur zum Bootssteg zu gehen und nicht direkt ins Wasser. Aber uns war klar, wenn er einmal ins Wasser geht, dann ist er klatschnass :D.

Anjo modelte wie ein Weltmeister und der Regen? Der verzog sich. Es blieb bewölkt, aber trocken und wer mich kennt, der weiß: Das ist mein liebstes Fotowetter!! Und jetzt hatte sich Anjo seine Planschpartie doch redlich verdient. Endlich durfte er ins Wasser.

 

Nach dem tollen Shooting folgte eine mindestens genauso tolle Rückfahrt und wir freuten uns gemeinsam auf die Bildauswahl. Tja… und wofür hat sich die liebe Franzi schlussendlich entschieden? Tatsächlich konnte auch sie sich nicht für ein einziges Bild entscheiden. Und da die Bilder farblich alle wunderbar miteinander harmonierten, stand der Wandgalerie nichts mehr im Wege. Und ich finde sie ist einfach traumhaft schön geworden. Bestehend aus gerahmten und ungerahmten Holzbildern und mit einer kleinen runden Leinwand kombiniert. Ich finde sie einfach wunderschön.

Wenn zusammen kommt, was zusammen gehört

Wenn zusammen kommt, was zusammen gehört

Zwischen Job und Gefühlschaos

Mitte September stieg ich ins Auto und fuhr einmal quer durchs Land, von Leipzig nach Neuwied. Auf dem Plan stand ein Shooting mit 4 Hunden, Frauchen und Herrchen. Gebucht wurde ich dafür von der lieben Julia. Ich kenne Julia schon viele Jahre, sie ist selbst Hundefotografin und in der Branche keine Unbekannte. Wer sie noch nicht kennt, hüpft gern mal rüber zu Lizbeth Hundefotografie. Ich bin stolz und sehr froh, sie als Mentorin in ihrer Selbstständigkeit von Anfang an begleitet zu haben. 2015 hat sie mich bereits für ein Fotoshooting in Leipzig besucht. Damals bestand ihr Rudel noch aus 2 Hunden, jetzt mit 4 Hunden, war es ihr aber lieber, dass ich zu ihr komme. Seitdem ich Mama bin, reise ich nicht mehr so oft wie früher. Mit Stillbaby ist es mir einfach nicht möglich gewesen ein Wochenende alleine weg zu fahren, aber seitdem unsere kleine Tochter abgestillt und in der Betreuung ist, geht es langsam wieder vorwärts. Man kann sich wieder mehr Freiheiten nehmen, aber Fakt ist: Man tut es viel zu selten. Und so bin ich eigentlich immer ganz froh, wenn meine Kunden aus allen Teilen Deutschlands zu mir nach Leipzig kommen. Hier kenne ich meine Locations, in und auswendig, kann abliefern, auch wenn ich müde und erschöpft bin, weil die letzte Nacht nicht so der Bringer war oder sonst irgendetwas ist. Hier fühle ich mich einfach sicher und kann gleichbleibende Qualität bieten. Ein Shooting fernab meiner „Komfortzone“ an einer mir unbekannten Location, noch dazu mit 4 Hunden, das war auch für mich mal wieder eine ordentliche Herausforderung.

Der Plan stand, ich wollte Freitag Abend die 5 Stunden bis nach Neuwied fahren, am Samstag früh, gleich nach Sonnenaufgang sollte das Shooting stattfinden und danach würde ich noch schnell etwas essen und mich dann ins Auto setzen und wieder nach Hause fahren, weil am Sonntag ein Familienausflug auf dem Plan stand. Und wie ich so diesen Plan schmiedete dachte ich mir „Bist du denn eigentlich völlig verrückt?? Das ist ja total stressig!“. Deshalb beschloss ich mir mal etwas zu gönnen, den Familienausflug auf später zu verschieben und noch eine weitere Nacht im Hotel einzuschieben. Das klang nach ordentlich Luxus. Ein Tag völliger Ruhe, AUSSCHLAFEN!!! Und irgendwo lecker essen gehen. Perfekt. Ich fand, das hatte ich mir mal verdient. Doch dann fand ich, dass es doch völlig verschwendet wäre, das allein zu machen. Kurzum: Ich buchte das Hotelzimmer um, von einer auf zwei Personen und fragte meinen Liebsten, ob er denn nicht Lust hätte mich zu begleiten. Ich erntete leuchtende Augen und ein Wackeldackelähnliches Kopfnicken für diesen Vorschlag und da war es: Unser erstes Kinderfreies Wochenende seit fast 4 Jahren. Ich freute mich wie ein Keks.

Also zurück auf Anfang, ich stieg an besagtem Freitag, Mitte September ins Auto, auf den Beifahrersitz und wir fuhren gemeinsam nach Neuwied. Eine Menge Baustellen und ordentlich Stau sorgten dafür, dass wir erst kurz vor 23.00 Uhr im Hotel ankamen und direkt ins Bett fielen, weil wir ja am nächsten Morgen ganz früh aufstehen mussten. Toller Plan, dachte ich. Gibt nicht mal ein geiles Hotelfrühstück :D.

Das Shooting Samstag früh war der Hammer. Nie hätte ich gedacht, dass wir das so gut meistern. Julias 4 Hunde waren super lieb und auch toll erzogen. Christian war mir eine große Hilfe, ich sollte ihn vielleicht öfter mitnehmen :D.Und ganz nebenbei gibt es so auch endlich mal ein paar Einblicke „hinter die Kulissen“. Mareike in den schönsten Verrenkungen auf dem Boden liegend und fotografierend.

Nach dem erfolgreichen Shooting, genossen wir ein leckeres Mittagessen mit meinen Kunden und beschlossen dann noch etwas wandern zu gehen. Schon ewig hatte ich vor die Burg Eltz zu besuchen. Schon so oft hatte ich diese romantische Burg auf großartigen Fotos gesehen, wenn wir also schon mal hier in der Nähe waren, dann mussten wir einfach dahin. Gesagt, getan, Christian war sofort dabei und so machten wir uns auf den Weg und genossen die 5-stündige Wanderung so so sehr. Die Ruhe, die Sonne und endlich mal Zeit füreinander. Das kommt im Alltagschaos meist viel zu kurz. Die Burg Eltz an sich war wunderschön, aber von Touristen völlig überflutet. Es war ein Schauspiel den ganzen „Influenzern“ beim Posieren zuzuschauen. Also taten wir einfach dasselbe und haben nun auch unser voll professionelles Instagramfoto vor der Burg Eltz, total durchgestylt und perfekt bearbeitet… nicht :D.

Nach unserer Rückkehr ließen wir den Abend bei einem gemütlichen kleinen Italiener in Andernach auf dem Markt ausklingen. Gott wie schön ist bitte dieses Städtchen??? Es war ein toller Tag, schade dass er so schnell vorbei war.

Am nächsten Morgen gönnten wir uns unser wohlverdientes, ausgiebiges Hotelfrühstück. Was würde ich darum geben jeden Morgen ein ordentliches Frühstück serviert zu bekommen, ohne alles selbst erledigen zu müssen. Eine tolle Vorstellung, oder? Tja… und damit war es eigentlich auch schon vorbei, unser Wochenende in Freiheit :D. Aber so richtig wollten wir noch nicht nach hause, beschlossen also noch einmal durchs Städtchen zu schlendern und uns anschließend in die Sonne an den Rhein zu setzen. Nochmal kurz auftanken, vor der langen Rückfahrt und dem bevorstehenden Alltagschaos.

Und so saßen wir da unten am Rhein, ganz allein in der Sonne. Wir lehnten uns gegen einen Treibholzstamm und redeten und redeten und redeten. Über Gott und die Welt, unsere Kinder, die Zukunft, unseren Hausbau, das Reisen, die Familie. Einfach über alles. Und dann wurde es kurz still… zu still für mein Dafürhalten. Und dann kam sie, die Frage, aller Fragen. Die Frage, auf die ich schon seit so langer Zeit gewartet habe. Ich bin mir nicht sicher, wer von uns beiden mehr geweint hat, Christian oder ich, aber auf einmal hielt er da diesen Ring und besiegelte damit das, was für uns seit über 9 Jahren bereits fest steht. Wir gehören zusammen. Es war einer dieser Momente, die man in seinem ganzen Leben nicht mehr vergessen wird. Ein Moment des puren Glücks, in dem alle Probleme des Lebens plötzlich ganz weit weg sind und da nur noch zwei Menschen sind, die sich mehr lieben, als man es je für möglich halten würde. Und das tun wir. Das hätten wir auch ohne Antrag und Hochzeit und Kinder für immer getan, das wussten wir wohl beide vom ersten Moment an.

Tja… und damit ist es nun offiziell. Auch wenn es sich noch ganz neu anfühlt und ich jeden Tag aufpassen muss, den wunderschönen Ring, der über 100 Jahre Geschichte in sich trägt nicht zu verlieren oder damit irgendwo dagegen zu schrammen. Wir werden heiraten. Ich werde bald keine Konrad mehr sein. Wann und wie und wo? Keine Ahnung! Da spielen so viele Dinge eine Rolle. Das nächste Jahr wird nun also noch aufregender, als es ohnehin schon gewesen wäre und wir planen neben dem größten Netzwerk-Event für Tierfotografen und einem Haus nun auch noch eine Hochzeit… und das während einer Pandemie, in der es nahezu unmöglich ist, Termine und Räumlichkeiten zu organisieren. Aber hey… wir schaffen das schon. Wir schaffen alles, gemeinsam. Heute, morgen und für immer.

Und um diesen Tag für immer festzuhalten, mussten natürlich ein paar super professionelle, verheulte Selfies her :D.

Legendenfotoshootings – Neue Session für Hundesenioren

Legendenfotoshootings – Neue Session für Hundesenioren

Ein Gedanke lässt mich nicht los

 

Es gibt Tage, an denen ich ziemlich viel nachdenke. Über das Leben, die Zeit und Gott und die Welt. Diese Tage sind für mich schwierig, denn meist sind dies keine positiven Gedanken. Anfang des Jahres war einer dieser Tage, mir wurde schmerzlich bewusst, dass meine Hündin nun kein Jungspund mehr ist. Im September wird sie 8 Jahre alt und ich fragte mich ernsthaft wo nur die ganze Zeit hin ist. Die Hälfte ihres Lebens ist nun vorbei und ich habe keine Ahnung wieviel uns noch bleibt. Das ist ein ziemlich doofer Gedanke. Wie auch immer. An diesem Tag saß ich am Computer und programmierte an meiner neuen Webseite. Als ich bei den Preisen und damit meinen Shootingarten ankam, empfand ich es auf einmal als super ungerecht von mir, dass ich ein eigenes Paket für Welpen habe, aber nicht für ältere Hunde. Der Grund warum Welpenfotoshootings bei mir günstiger sind ist zum einen die Tatsache, dass sie meistens nicht allzu lange durchhalten. Je jünger er Welpe, desto geringer ist die Aufmerksamkeitsspanne und nicht selten schlafen die kleinen Mäuse nach einer halben Stunde einfach ein. Hundesenioren halten dagegen deutlich länger aus, aber sie wollen nicht mehr so weit laufen. Für ältere Hunde wähle ich gern Locations, an denen wir viele Möglichkeiten auf kleinem Raum haben, damit die Senioren lange fit sind und ich trotzdem eine große Bandbreite an unterschiedlichen Bildern schießen kann. Ich bereite mich also auch auf einen Hundeoldie anders vor, als auf eine „normale“ Fotosession, stelle andere Anforderungen an mich, den Hund und die Location, wieso also habe ich keine eigenen Pakete für ältere Hunde?

Tja… und dann ging ich bei anderen Fotografen stöbern. Und auch da gab es meist nur die normalen Fotoshootings oder eben Welpenpakete. Ich sah meine Hündin an und das einzige was mir einfiel war: „Wie unfair!“. Ich sag’s ja… manchmal sind meine Gedanken ziemlich komisch ;).
Und dann fand ich doch etwas: Die Regenbogenshootings. Nun gut, die kenne ich. Ein Regenbogenshooting findet statt, wenn der Hund schwer krank ist und in absehbarer Zeit die Reise über die Regenbogenbrücke antreten muss. Sie sind dafür da, um letzte schöne Erinnerungsfotos zu erschaffen. Es sind wunderbare und emotionale Fotoshootings und ich bin froh, den Hundebesitzern diese Erinnerungen schaffen zu können. Aber zugleich machen sie mich auch sehr traurig. Fotoshootings mit Hundeopas und -omas hingegen sind meist super lustig, da diese Vierbeiner meist ganz viel Charakter mitbringen, hier und da ordentlich stur sind, tapsig und einfach mega goldig. Und die Besitzer, na die haben eine Menge zu erzählen, weil sie ja bereits viele Jahre mit ihrem Hund verbracht und so einige Abenteuer gemeistert haben.

Um mich von meinen nun doch recht düsteren Gedanken abzulenken, ging ich eine Runde spazieren. Also Baby in den Kinderwagen, dem Großen das Fahrrad startklar gemacht, den Hund angeleint und schon ging es los. Ab in den Wald. Und wie meine 7-jährige Hündin, die ja nun laut VDH auf Ausstellungen schon in der „Veteranenklasse“ starten müsste (WTF??? Im Ernst?? Mein Baby ist doch keine Oma!), so völlig durchgeknallt durch die Gegend flitzt, über Baumstämme springt und mit meinem 3-jährigen um die Wette rennt (er natürlich mich dem Fahrrad, sonst hätte er keine Chance, denn Bhumi ist eine High-Speed-Hündin), fällt mir auf, dass es genau das ist, was ich festhalten möchte: ältere Hunde, die fest im Leben stehen! Die ganz viel Freude haben!!

Die Legendenfotoshootings sind geboren

 

Und so entstand die Idee für ein neues Shootingpaket. Ein Name war auch schnell gefunden und die „Legendenfotoshootings“ geboren. Sie sind für alle Hunde gemacht, die älter als 10 Jahre sind. Sie sind dafür da, damit ich euren treuen Begleiter genau so porträtieren kann, wie ihr ihn höchstwahrscheinlich in Erinnerung behalten werdet: Mit grauer Schnute und verliebtem Blick, aber trotzdem noch putzmunter und fidel. Denn die meisten Menschen haben ein Fotoshooting mit ihrem Hund nicht auf dem Schirm, bis es ihm auf einmal schlechter geht und man sich unweigerlich mit dem Gedanken auseinander setzen muss, dass sein geliebter Freund irgendwann nicht mehr da ist. Ich möchte aber nicht, dass die Bilder, die wir dann machen einen schwachen und kränklichen Hund zeigen. Denn das ist nicht, woran ihr denken möchtet, wenn ihr euch später erinnern wollt. Ich möchte für euch fröhliche Momente, Actionbilder und innige Hund-Halter-Aufnahmen zaubern, mit fröhlichen Farben, grauen Schnuten und einem putzmunteren rüstigen Hundesenior.

Ich freue mich in nächster Zeit auf all die grauen Schnuten und die vielen schönen Geschichten ihrer Besitzer. Alle Infos zu meinen Shootingpaketen findet ihr auch hier auf der Webseite und demnächst folgt auch der erste Blogeintrag in dem ich euch zeige, welche Bilder in einem Legendenfotoshooting entstehen.

Mit zwei Shelties in den Sonnenuntergang

Mit zwei Shelties in den Sonnenuntergang

In den letzten Jahren erfreuen sich Shelties immer größerer Beliebtheit. Das ist wohl auch der Grund, warum so viele von ihnen auch den Weg vor meine Kamera finden. Shelties sind so großartige kleine Hunde. Auf der einen Seite sind sie fröhliche kleine Clowns, auf der anderen aber auch so elegante und stolze Vierbeiner. Aber eines stelle ich immer öfter fest: Ein Sheltie kommt selten allein. Wo einer ist, zieht häufig auch noch ein zweiter ein. Und genau das war auch bei Susanne der Fall und deshalb buchte sie ein Hundefotoshooting für gleich zwei Shelties. Ihr Wunschvorstellung waren fröhliche Bilder von ihren beiden Mädels. Als ich sie fragte, was sie sich am meisten wünschte, um entscheiden zu können, an welche Location wir gingen, sagte sie sie liebt zwei Arten von Bildern: Actionbilder in der Blümchenwiese und meinen obligatorischen Bootssteg bei Sonnenuntergang, die hatte sie im Vorfeld in meinem Portfolio gesehen und sich verliebt. Tja… ihr Wunsch war mir Befehl. Die perfekte Location stand somit fest, denn unter den vielen Seen, die ich mittlerweile im Locationangebot habe, gibt es auch einen, der sowohl über einen Bootssteg, als auch über die erwünschte Blumenwiese verfügt.

Und so lernte ich Ende Mai 2020 Käthie und Sunny kennen. Sunny war zum Zeitpunkt unseres Shootings erst wenige Wochen alt und etwas zurückhaltend. Bei Welpen gibt es gefühlt zwei Typen: Da haben wir den Typ „Hansdampf in allen Gassen“, die über nichts nachdenken und erstmal machen, statt zu überlegen. Diese Welpen rennen mich gerne mal um, ziehen mit Vorliebe an meinen Haaren und nehmen alles in den Mund, was nicht niet- und nagelfest ist. Und dann haben wir den zurückhaltenden Typ. Das sind die Welpen, die sehr zaghaft sind, gern Schutz zwischen Frauchens Beinen suchen und ihrer Meinung nach gruselige Dinge auch gern mal aus weiter, sicherer Entfernung anbellen.

Sunny war definitiv Welpentyp Nr. 2. Am Anfang unseres Fotoshootings war sie sehr zurückhaltend, fast schon ein wenig ängstlich. Wer sollte es ihr verübeln, war doch der große schwarze Kasten vor meinem Gesicht genauso groß wie ihr ganzer Kopf. Ich merkte schnell, dass uns hier nur die Zeit weiterhelfen würde. Druck ist bei ängstlichen, zurückhaltenden Hunden immer Fehl am Platz. Also entschied ich mich für mein großes Telezoom-Objektiv und legte mich in sicherer Entfernung von guten 15 Metern zwischen die Blumen, um die ersten Bilder von Sunny und Käthie zu machen. Und schon nach wenigen Minuten hatten wir nicht nur die ersten Portraits im Kasten, sondern auch die von Frauchen so sehr gewünschten Blumenmeer-Flitzebilder.

Und wenn ich euch jetzt verrate, dass diese Bilder bei dunkel bewölktem Himmel und Nieselregen entstanden sind, hättet ihr es geglaubt? Die Angst, dass es am Shootingtag bewölkt ist, sitzt bei meinen Kunden immer ziemlich tief. Ich hingegen liebe bewölkten Himmel, denn im Schatten kann ich die Farben viel besser herausarbeiten, als im Sonnenlicht. Nach diesem Erfolg gingen wir weiter in Richtung Seeufer. Immerhin wollten wir ja noch an den Bootssteg.

Den Weg dorthin nutzte ich, um Sunnys Vertrauen zu gewinnen, sie mit einer ordentlichen Portion Leckerchen zu bestechen und ihr die Angst vor der Kamera zu nehmen. Und bald war das Eis gebrochen. Ich liebe die Nähe zu Hunden. Wenn man erst ihr Vertrauen gewonnen hat und sie direkt in die Kamera schauen, dann schmilzt mein kleines Fotografinnenherz dahin.

Aber auch Käthie hat ihre Sache ganz wunderbar gemacht. Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester, war sie von Anfang an super zutraulich und anhänglich. Der Inbegriff eines Shelties, sie wollte einfach nur gefallen und unbedingt alles richtig machen.

Hochmotiviert tat sie alles für ihre Leckerchen und poste wie ein Weltmeister. Und wenn ich sage Weltmeister, dann meine ich das auch. Stolzer und eleganter als die wunderschöne Käthie, kann sich auch ein Sheltie nicht mehr präsentieren. Wir erreichten den kleinen Bootssteg kurz vor Sonnenuntergang und das Sheltiemädchen warf sich in Pose.

Sonnenuntergang und Sheltie… und wer jetzt denkt besser wirds nicht, der liegt falsch :D. Schweren Herzens verließen wir den Bootssteg und gingen weiter. Die Sonne stand mittlerweile tief am Horizont und zauberte ein herrliches Bokeh durch die Büsche. Natürlich mussten wir auch noch ein Foto von beiden Schwestern gemeinsam machen. Gesagt getan. Es hat mehrere Anläufe und eine gute Portion Bildbearbeitung benötigt, aber schlussendlich haben wir das perfekte Bild von beiden bekommen.

Nach so viel harter Arbeit gabs natürlich eine kleine Pause. Wir ließen die beiden ordentlich toben und spielen. Sunny fand den Sand ganz großartig und buddelte was das Zeug hielt. Käthie spielte lieber mit ihrem Spielzeug, womit sie auch gleich die Aufmerksamkeit ihrer kleinen Schwester auf sich zog. Jaaa… auch bei Shelties gibt es Geschwisterneid :D.

Und dann schenkte mir Käthie mit stolz geschwellter Brust und ihrer Wahnsinnsmähne noch einen König-der-Löwen-Moment. In meinem Kopf geht direkt die Anfangsmelodie des Films los, wenn ich mir die Bilder anschaue.

Tja und eigentlich hätten wir das Shooting jetzt beenden sollen… wenn ich da nicht noch diese Steine im Wasser entdeckt hätte. Sonnenuntergang, Wolken am Himmel, Wasser und Spiegelung… In meinem Kopf entstand ein Bild und ich musste es einfach umsetzen. Eine gute Entscheidung, wie ich finde. Und der perfekte Abschluss eines ganz besonderes Shootings. Ich freue mich jetzt schon darauf die beiden wiederzusehen, wenn Sunny erwachsen ist.

Und weil ich ja viel erzählen kann und Bilder einfach oftmals mehr sagen, als viele Worte, gibt es hier auch ein paar Einblicke hinter die Kulissen.

Wir sind dann mal weg! Auf ins Abenteuer Neuseeland…

Wir sind dann mal weg! Auf ins Abenteuer Neuseeland…

Von Wunschträumen und Schicksalsschlägen

Ewig habe ich überlegt, wie ich diesen Blogpost beginnen soll… episch muss es werden, haben wir doch etwas so Großes vor. Aber irgendwie fehlen mir selbst die Worte, um zu beschreiben, was aktuell in mir vorgeht. Eine Mischung aus Angst und unbändiger Vorfreude, aus Stress und Neugier. Was haben wir uns nur dabei gedacht…? Ach ja… eigentlich ist ja mal wieder alles meine Schuld. Denn tief in mir ist dieser Traum. Der Traum von Neuseeland.

Er ist so tief in mir verwurzelt, dass ich vor vielen Jahren sogar dorthin auswandern wollte. Während meines Studiums hatten wir ein Praktikumssemester zu absolvieren. Für mich war das die Gelegenheit die Flügel auszustrecken und endlich das gelobte Land zu bereisen. Ich bewarb mich also als Praktikantin bei einer Internetagentur in Christchurch und vóila, wurde direkt zum virtuellen Skype-Bewerbungsgespräch eingeladen, um wenige Minuten später die Zusage für den Praktikumsplatz zu erhalten. Doch meine Abenteuerlust sollte ein jähes Ende finden, als ein schweres Erdbeben die Stadt erschütterte und am Firmengebäude schwere Schäden anrichtete. Aus der Traum vom Semester in Neuseeland, also suchte ich kurzerhand hier in Leipzig nach einem Praktikumsplatz und wurde Gott sei Dank noch fündig. Der Kontakt nach Neuseeland blieb jedoch erhalten. Einige Monate später war sowohl die Firma, als auch ich bereit für Versuch Nr. 2 – Die Diplomarbeit stand an und ich erhielt die Möglichkeit diese in Neuseeland zu schreiben. Mein Traum rückte in greifbare Nähe. So hatte ich die Möglichkeit mir das Land in Ruhe anzuschauen und falls es passt, mit mir und Neuseeland, dann könnte ich da bleiben. Und falls nicht, dann stünden mir in Deutschland ja alle Türen offen. Schließlich war ich auf dem Weg zum Diplom-Ingenieur. Die Formalitäten waren erledigt, das Arbeitsvisum erteilt und ich voller Vorfreude, als im Februar 2011 erneut ein Erdbeben die Stadt erschütterte. Mit verheerenden Folgen. Die Firma, für die ich arbeiten wollte, lag in Trümmern und der Geschäftsführer, mit dem ich monatelang so engen Kontakt hatte, kam dabei ums Leben. Es war ein Schock. Ich wusste kaum damit umzugehen, vergrub mich in Unikram und versuchte irgendwie mit der Situation klar zu kommen. Gefühlt hing ich total in der Luft. In meinem Leben passte nichts mehr zusammen, alle meine Träume hatten sich urplötzlich in Luft aufgelöst und in mir reifte der Gedanke, dass dies doch auch irgendein Zeichen sein müsse. 

Wenige Wochen später lernte ich Christian kennen. Ich sags euch, die Sache mit der Liebe hat ziemlich viele Vorteile. In Sachen Karriereplanung hingegen, kann sie eine ganz schöne Spaßbremse sein. Denn nun auf einmal fiel es mir gar nicht mehr so leicht meine Pläne weiter zu verfolgen. Und so tat ich es nicht. Ich blieb hier, an seiner Seite und jetzt, 9 Jahre und 2 Kinder später, weiß ich, dass es genau so kommen musste! Mein Platz ist hier.

Abenteuer Neuseeland

Und doch lässt mich dieses Land nicht los. Einen Lebenstraum kann man eben nicht so einfach aus dem Gedächtnis streichen. Der Tag, an dem das Visum erlosch, war hart. Aber für mich stand fest: eines Tages werde ich im Flieger Richtung Neuseeland sitzen.

Und dieser Tag kommt in großen Schritten auf uns zu. Denn wir wagen das Abenteuer. Mit meinem Liebsten an meiner Seite und unseren zwei Kindern im Schlepptau geht es für uns am 1. März auf die Reise nach Neuseeland. Ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Ich freue mich wie ein Kleinkind auf die kommende Zeit am anderen Ende der Welt. Die Leute fragen uns, ob wir verrückt sind und ich grinse nur dümmlich zurück, weil ich am Liebsten im Kreis hüpfen würde vor lauter Vorfreude. 😀

 

 

Ein Wermutstropfen

 

Doch neben all der Vorfreude, beschäftigt mich gerade auch ein bitterer Abschied. 2 Monate ohne meinen Hund… wie soll ich das nur überstehen??? Bhumi hier zurückzulassen ist so hart für mich. Vor allem, weil ich weiß, wie sehr ihr das Land gefallen würde. Wie sehr sie es lieben würde mit uns gemeinsam durch die Wälder zu streifen, auf Berge zu wandern und am Strand zu planschen. Es wäre auch für sie ein perfekter Urlaub. Wenn da nur nich der lange Flug und die Einreisebestimmungen wären. Das kann man ihr beim besten Willen nicht zumuten. Und so bleibt sie die 2 Monate bei meiner Mama, wird von vorn bis hinten verwöhnt und betüdelt und nach unserer Rückkehr hoffentlich nicht allzu lange sauer auf uns sein. Sie wird mir unendlich fehlen.

Ich wünsche mir, dass ich aus dieser Zeit gestärkt und mit neuer Kraft und Inspiration zurückkehre. Diese Reise soll für uns alle ein unvergessliches Erlebnis werden.

Zeit zum Wachsen

 

Aktuell pfeife ich gerade im wahrsten Sinn aus dem letzten Loch, habe seit Wochen nicht mehr als 4 Stunden pro Nacht geschlafen und jeder Tag fühlt sich für mich wie ein einziger Kampf an, um alles zu schaffen, und dann doch um Mitternacht unzufrieden und mit vollen To-Do-Listen im Kopf ins Bett zu gehen, weiß ich, dass sich all das lohnen wird. Diese 2 Monate Auszeit ist nicht nur die Belohnung für all die Strapazen des letzten Jahres (Baby, Kleinkind, Selbstständigkeit, Haushalt und Hund unter einen Hut zu bekommen, hat uns nämlich wirklich alles abverlangt), nein sie sollen in erster Linie auch Qualitätszeit für uns sein. Wir vier werden hoffentlich noch einmal richtig eng zusammenwachsen. 24 Stunden miteinander verbringen ist ein absoluter Luxus. Aktuell gibt es Tage, an denen ich Christian gefühlt gar nicht sehe. Es wird schnell abgeklatscht und schon eilt wieder irgendwer zu irgendeinem Termin. Er fehlt mir. Und das ist so verrückt, wohnen wir doch zusammen. Ich vermisse unsere Gespräche, ich vermisse es Zeit mit ihm allein zu haben, ohne dass die Kinder mit ihren Bedürfnissen winken und man nur mit einem halben Ohr da sein kann. Ich vermisse es mit ihm gemeinsam zu träumen, die Zukunft zu planen oder auch einfach mal zurückzublicken. Sich gemeinsam erinnern, an schöne Momente und Erlebnisse. Im nächsten Jahr steht wieder so vieles auf dem Programm. Für mich sind beruflich so viele Projekte geplant und privat steht für uns der Hausbau über allem. Aber wie soll man ein gemeinsames Haus bauen, wenn man sich nie sieht, seine Wünsche und Vorstellungen nicht austauschen kann??

Ich freue mich aber nicht nur auf die Zeit mit Christian, sondern auch mit den Kindern. Mit Bela gemeinsam die Welt entdecken, wandern, schwimmen, Tiere sehen… Das wird so aufregend. Ich weiß, dass diese Zeit für ihn mindestens genauso wichtig ist, wie für uns. Und Lana? Gute Frage… Ich denke für Lana wird es zweitrangig sein, wo wir uns gerade befinden. Für sie ist gerade jeder Tag ein Abenteuer. Ich glaube wir fliegen jetzt mit einem Baby los und kommen in 2 Monaten mit einem Kleinkind zurück. Vielleicht läuft sie ja dann sogar schon? Wer weiß, wer weiß. Aber eines steht fest: Sie wird die Zeit mit uns, mit Mama, Papa und großem Bruder, in vollen Zügen genießen. Sie spürt genau, ob wir entspannt oder angespannt, fröhlich oder wütend sind. Sie ist ein Spiegel meiner selbst und wenn es uns gut geht, dann wird es auch ihr gut gehen.

2 Monate werden wir unterwegs sein. Wir wollen 6 Wochen lang sowohl Nord-, als auch Südinsel Neuseelands mit dem Camper bereisen. Es gibt so viel zu entdecken und dennoch ist aktuell nichts festes geplant. Wir werden uns treiben lassen, dem Wetter hinterher fahren und abseits der touristischen Spots auch die kleinen Schönheiten der Inseln entdecken. Anschließend soll es weiter nach Bali gehen. Nach der abenteuerreichen, aber wahrscheinlich auch anstrengenden Zeit in Neuseeland, möchten wir noch ein wenig entspannen, Wärme und Sonne tanken. Verweilen und ausruhen, bevor es dann zurück nach hause geht. Es wird die wahrscheinlich aufregendste Zeit unseres Lebens, aber bestimmt auch mindestens genauso anstrengend. Ich habe großen Respekt davor und aktuell sind wir mit Behördengängen, Flugbuchungen und Reiseroutenplanung ziemlich beschäftigt. Dann noch die vielen Fragen: Was nehmen wir mit? Was brauchen die Kinder? Wie schnell wächst Lana? Sommer- oder Wintersachen oder beides und wenn ja, in welchen Größen. Und Schuhe… oh je… was wenn das Baby dort laufen lernt? Dann braucht es ja Schuhe… aber in welcher Größe?! Dazu noch die Tatsache, dass ich die 2 Monate ja irgendwie vorarbeiten muss und ach ja… der Hausbau! Da muss ja auch noch so viel… aber lassen wir das. Mein Kopf explodiert sonst.

Was ich also hier nun eigentlich so lang und breit ankündigen wollte:

„Wir sind dann mal weg!“

 

Wer mir auf Instagram und Facebook folgt, wird mit Sicherheit einen kleinen Einblick in unsere Reise bekommen. Bitte habt etwas Geduld, denn ich werde von unterwegs aus keine Mails (ok, nur die wirklich wichtigen) beantworten können. Ansonsten bleibt mir nun nichts anderes übrig, als zu sagen: „Adios ihr Schnarchnasen!!! Wir sehen uns dann im Mai!“ 😀

Machts gut ihr Lieben!

Eure Mareike