Wie heißt es so schön im Volksmund?
„Gegensätze ziehen sich an!“
Seit ich Hanna und Max kenne, kann ich das so unterschreiben. Ich sehe so viele unterschiedliche Hunderudel, aber ich kann mich nicht daran erinnern schon einmal zwei so unterschiedliche Hunde vor der Linse gehabt zu haben, die dennoch zueinander gepasst haben. Hanna, die 12,5-jährige Ratonero-Mix-Dame war so zart, so sensibel und so einfühlsam. Max hingegen beschrieb sein Frauchen mit den Worten
„Er ist überall und nirgends, man könnte meinen, er hat ADHS. 😅Aber er ist so zuckersüß, man muss ihn einfach gern haben.“
Zwischen den Jahren
Micaela ergatterte den letzten Shootingplatz des Jahres. Am 29. Dezember trafen wir uns morgens am Cospudener See und das Wetter war überhaupt nicht so, wie wir es uns gewünscht hatten. Dadurch, dass die Vier aber nicht aus Leipzig kamen, sondern aus Wiesbaden gab es kein Zurück.
Es war kalt und wahnsinnig stürmisch. Vor allem am See. Es war nahezu unmöglich Posinganweisungen zu geben, weil der Wind meine Worte direkt auf den See hinaus beförderte und nicht zu Micaela und Ulrich mit ihren beiden Hunden. Und dennoch lachten wir, gaben unser Bestes und ich genoss diesen verrückten Morgen am See in vollen Zügen.
Des Dackels grosser Auftritt
Nachdem Hanna und Micaela ihre Sache am Strand so gut gemacht hatten und neben Flitzefotos auch so schöne Kuschelbilder entstanden, war Max an der Reihe. Dieser kleine Kerl hatte es in sich. Er flitzte kreuz und quer über den Strand, fand alles super spannend und war wirklich überall gleichzeitig. So eine Energie, so viel Lebensfreude! Und wenn er dann mal für eine Millisekunde stehenblieb und in meine Richtung schaute, dann hatte er den ultimativ süßesten Blick der Welt drauf.
Max´ Wesen in 3 Bildern: Nr. 1 „Guck! Ich bin süß!“, Nr. 2 „Bitte, bitte, bitte Herrchen!“ und Nr. 3 „VOLLGAAAAS!!!“:
Die Sonne kommt raus
Als wir beschlossen den stürmischen Strand zu verlassen und in Richtung Wald zu gehen, ließ sich endlich die Sonne blicken. Auch sie hatte unglaublich viel Kraft, tauchte aber alles in ein wunderschönes, warmes Lich und Hanna genoss die Sonne sichtlich.
Ab in den Wald
Ich liebe den Cospudener See für die vielen Möglichkeiten, die er uns bietet, ganz gleich zu welcher Jahreszeit. Auf dem Weg zum Auto durchquerten wir einen kleinen Wald und legten eine Pause an den versteinerten Bäumen ein. Hier entstanden die Familienfotos der Vier.
Eine Erinnerung an Hanna
Während ich diese Zeilen schreibe, ist Hanna leider nicht mehr da. Sie hat ihre letzte Reise angetreten und ich kann nur hoffen, dass die Bilder, die wir gemeinsam gemacht haben für Micaela und Ulrich ein Trost sind und sie immer mit einem Lächeln an diesen windigen Morgen in Leipzig zurückdenken.
