Von einer grossen Ehre und den besten Tierfotografen der Welt
Und da saß ich nun, öffnete die E-Mail und las die englischen Worte „Wir wären hocherfreut, dich wieder in unserem Judges Panel zu haben!“ – Bäääm!! Ich bin wieder dabei! Bereits zum zweiten Mal habe ich nun die Ehre als Jurorin für die International Pet Photography Awards zu fungieren und ich weiß aus Erfahrung: Da kommt nun eine Menge Arbeit auf mich zu!
Was genau hat es denn damit nun auf sich? Ich erzähle es dir!
Einmal pro Jahr werden bei den International Pet Photography Awards die besten Tierfotografen der Welt gekürt. Klingt genial, ist es auch. Selten sieht man so viele unbeschreiblich schöne und qualitativ hervorragende Bilder wie hier, auf einem Fleck. In 5 unterschiedlichen Kategorien (Action, Portrait, Pets and People, Documentary und Equine) werden hier die Bilder von insgesamt 18 Juroren hinsichtlich fotografischer Qualität, technischer Umsetzung, Bildkomposition, Farbgestaltung, Bildaussage, Post Production und noch vielem mehr bewertet und jedes Bild erhält 2 handgeschriebene Feedbacks von den Juroren.
Nachdem ich selbst im Jahr 2019 diesen Award zum ersten Mal gewonnen habe (vielleicht erinnerst du dich noch, wenn nicht, kannst du mein Gefühlschaos hier gern noch einmal nachlesen 😀) und mich seitdem konstant jedes Jahr unter den Top 10 oder Top 25 von mehr als 2000 Fotograf*innen gehalten habe, erhielt ich 2023 die Jurorenbeauftragung und ich kann dir sagen, das hat meine Knie in etwa genauso weich werden lassen, wie jeder zuvor gewonnene Award.
Ein Ritterschlag für die Qualität meiner Arbeit
Für mich hat sich dieser Job wie ein Ritterschlag für die Qualität meiner Arbeit angefühlt. Ich weiß, dass ich sehr perfektionistisch bin, was meine Bilder angeht. Ich achte extrem auf die technische Umsetzung und die Druckqualität, aber gleichzeitig sollen meine Kunden nichts von all dem während des Shootings spüren und das tun sie zum Glück auch nie.
Dennoch hatte ich zugegeben ein wenig Bammel vor dieser Mammutaufgabe. Nicht nur, dass es mich unzählige Schlaflose Nächte gekostet hat die vielen Bilder zu bewerten, typisch Frau hat man ja doch immer noch seine Selbstzweifel, ob man denn überhaupt gut genug ist und die richtige für diesen Job. Das könnte daran liegen, dass die anderen Jurymitglieder teilweise auch für mich absolute Vorbilder sind, die ganz großen der Branche, die zu denen ich aufblicke und ich hätte nie gedacht, dass sie überhaupt meinen Namen kennen, geschweige denn, dass sie mich als Jurorin vorschlagen. Ich bin seitdem definitiv noch 2 cm größer, als zuvor.
Und nun sitze ich hier seit Montag und bewerte zum zweiten Mal gemeinsam mit diesen Wahnsinnsfotografen aus aller Welt die besten Tierfotos der Welt. Mein Englisch ist wieder aufpoliert, meine Augen geschärft, damit sie jedes noch so kleine Fehlerchen entdecken und meine Gefühle fahren Achterbahn zwischen emotionalen, lustigen und nachdenklichen Bildern. Kurzum: ICH LIEBE ES, aber es ist auch ganz schön anstrengend :D.
Was du als Kunde nun davon hast
Prinzipiell erstmal wenig, denn ich hoffe ich hatte auch schon vorher dein Vertrauen, dass ich von dir und deinem Hund oder deinen Hunden absolut gigantisch tolle Fotos zaubern kann. Worauf ich aber auch besonders stolz bin ist, dass ich mich seit über 5 Jahren zu den besten Hundefotografinnen der Welt zählen kann und das mit ganz normalen Kundenfotos! Jepp, das ist schon besonders cool. Gewonnen habe ich damals zwar mit einer freien Arbeit, aber das ist auch total normal, denn bei der kann ich viel kreativer sein, was die Bildaussage und das Storytelling angeht. Seitdem habe ich leider kaum noch Zeit für persönliche Projekte und Arbeiten, was mich manchmal wirklich ärgert. Aber ganz ehrlich? Ich kann einfach nicht auf 4 Hochzeiten gleichzeitig tanzen und das ist ok. Ich habe 3 kleine Kinder zuhause (aktuell 2, 5 und 8), wir haben im letzten Jahr ein Haus gebaut und sind noch lange nicht fertig, ich arbeite Vollzeit und das auch in den Babyzeiten als Hundefotografin und das ist auch gut so, denn zum einen hat dieses Haus deutlich mehr gekostet, als wir es uns jemals er(alp)träumt hatten und zum anderen brauche ich die Arbeit auch, weil sie mein Ausgleich ist, meine Me-Time, mein „Mareike“ neben all dem „Mama“. Addiere dann noch den normalen Alltagswahnsinn, einen alten Hund, eine Ehe, Großeltern und ein paar Freunde und schon merkst du, dass neben all dem für freie Projekte im Moment einfach kein Platz ist. Und das ist ok! Für jetzt!
Dennoch habe ich es geschafft mit „normalen“ Kundensessions, von „normalen“ Hunden, die zuvor noch nie vor der Kamera gestanden haben, definitiv keine Profimodelle sind, sondern Hunde mit Charakter, Altersstarrsinn, Welpenübermut, Ängsten, Befindlichkeiten und ihren ganz eigenen Präferenzen. Ich kann dir also versichern, dass ich von jedem Hund auf dieser Welt qualitativ und künstlerisch einwandfreie und wunderschöne Bilder zaubern kann, also auch von deinem! Das klingt jetzt vielleicht ein wenig arrogant, aber ich glaube wirklich fest daran. Nach 13 Jahren als Hundefotografin wüsste ich tatsächlich nicht, womit ich nicht umgehen können sollte.
Also trau dich ruhig und buche dein Shooting! Ich verspreche dir, es wird ein tolles Erlebnis für dich und deine/n Vierbeiner und du wirst die Bilder lieben.
Ein kurzer Realitätscheck
